Unsere größten Erfolge
Deutscher Vizemeister bei den Männern Martin Setz
von Detlef Pascher
Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften der Männer im Judo fanden am 21.01.12 in Potsdam statt.
Die 2 Bernauer Jungs Martin Setz und Max Zimmermann nahmen erstmalig an diesem Turnier teil und verkauften sich unerwartet stark.
Max Zimmermann konnte nach dem ersten verlorenen Kampf sich noch steigern und siegte im zweiten Kampf durch einen Abtaucher souverän. Max belegte insgesamt Platz 5.
Der noch in der U20 startberechtigte Martin Setz war mit 17 Jahren einer der jüngsten Teilnehmer. Eigentlich startete Martin um erstmalig bei der Deutschen Meisterschaft der Männer Erfahrungen zu sammeln. Die Erwartungen wurden aber mehr als übererfüllt. Mit seiner Spezialtechnik, dem Seoi-Nage gewann er überraschend seinen Vorkampf. Das Halbfinale bestritt er gegen Marcel Haupt, welcher bei den Deutschen Pokalmeisterschaften 2011 noch den 2.Platz belegte. Aber auch gegen Marcel Haupt gewann Martin Setz vorzeitig mit seinem tiefen Seoi-Nage und war über den Einzug ins Finale überglücklich. Mitgereiste Fans waren genauso begeistert wie sein an diesem Tag betreuender Heimtrainer Hartmut Ott und die aktuelle Vereinstrainerin von Martin, die Olympiasiegerin Yvonne Bönisch.
Erst im Finale setzte sich der international erfahrene Mannschaftskamerad Robert Kopiske durch und verwies unseren Martin Setz auf den 2. Platz.
Herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Vizemeistertitel 2012.
Weitere BilderEhrung von Franziska Pinske für den Erfolg
bei den 16. European Police Judo Championships in Paris
vom Vorstand des PSV Bernau
Nach den großen Erfolgen, die Franziska Pinske bei den 16. European Police Judo Championships erzielte, ließ es sich der Vorstand des PSV Bernau nicht nehmen eine Ehrung ihrer hervorragenden Leistungen vorzunehmen.
Franziska konnte bei den im Mai 2011 am renommierten Institut National Du Judo in Paris ausgetragenen Meisterschaften einen hervorragenden zweiten Platz und damit die Silbermedaille erreichen.
Am 17.5.2011 würdigte der Vorstand, vertreten durch den 1. Vorsitzenden Detlef Pascher und Katja Fitzner, in Anwesenheit der Trainer und vieler Trainingskameraden und Wegbegleiter noch einmal die erbrachten Leistungen. Der Vorsitzende des Vereins, Detlef Pascher, würdigte diese phantastische Leistung mit dankenden Worten und überreichte am Ende der Ausführungen ein kleines Präsent an Franziska. Zugleich betonte er auch noch einmal die herausragenden Leistungen des Trainers Hartmut Ott und die fortwährende Unterstützung der Trainingskameraden, ohne die vieles nicht möglich gewesen wäre.
Weitere Bilder16. European Police Judo Championship
Paris 14.-15. Mai 2011
von Hartmut Ott
Im Institut National Du Judo, in der 21. Avenue de Chatillon feierte die Bernauerin Franziska Pinske ihren bisher größten Erfolg. Vom 13.- 16.05.2011 nahm sie mit dem Deutschen Polizeinationalteam an den 16. Europäischen Polizeimeisterschaften in Paris teil.
Ausgestattet im Deutschlanddress bezog das Team ihr Hotel neben dem legendären und imposanten „Institut National Du Judo“, wo auch die Meisterschaft statt fand.
Am Samstag war es dann soweit, nach einer beeindruckenden Eröffnungszeremonie, mit Ansprachen vom französischen Polizei- und Sportminister eröffnete die vierfache Europa und zweifache Weltmeisterin Lucie Decosse (Frankreich) die Europameisterschaft der Polizei.
Auch Decosse fügte am Sonntag, mit dem Titel bei den Polizeieuropameisterschaften 2011 einen weiteren Erfolg in ihrer sehr erfolgreichen Karriere, hinzu. Aber nicht nur die Französin, sondern auch andere Judogrößen die bei Olympia, Welt,- oder Europameisterschaften zu Ehren kamen, gaben in Paris ihr Stelldichein.
Mit dem Blick auf die Gegner aus Frankreich, Russland und der Ukraine sind dem mitgereisten Heimtrainer Ott erst einmal die Mundwinkel nach unten gefallen. Denn nicht erst seit der Polizeieuropameisterschaft ist jedem Judoka bekannt, dass die Judoka aus Frankreich und Russland zu den führenden Teams in Europa und in der Welt gehören. Russland gewann dann auch am Ende der Polizeieuropameisterschaft die Teamwertung 2011.
Der Trainer hoffte, dass die verständliche Aufregung und die Nerven Franzi keinen Strich durch die Rechnung machen. Im ersten Kampf gegen die Ukrainerin Bobrysh begann Franzi anfangs verhalten aber stets taktisch diszipliniert. Sie folgte den Anweisungen des Trainers vom Mattenrand und konnte genau an diesem, mit einer ihrer Spezialtechniken, dem Fußfeger, einen halben Punkt erzielen. Mit einer Gegendrehtechnik für die es noch eine kleine Wertung gab, legte Franzi den Grundstein zum Sieg. Die Ukrainerin war mit ihren langen Beinen über den gesamten Kampf brandgefährlich, konnte sich aber letztendlich nicht wirklich durchsetzen. Erleichtert und mit der Gewissheit, hier und heut geht was, verließ Franzi freudestrahlend die Matte.
Mit diesen Schwung und dieser Euphorie ging sie auch den zweiten Kampf gegen die Französin Rouge an. Franzi brachte gleich in der ersten Minute die Französin am Mattenrand so in Bedrängnis, dass diese kein Gegenmittel fand. Aber Franzi! Sie nutze die Unsicherheit mit einer Selbstfalltechnik gnadenlos aus und erhielt dafür einen Ippon. Jetzt ging das Strahlen aus Franzis Gesicht nicht mehr raus, denn sie hatte die Silbermedaille sicher.
Nur die Russin Avakyan verhinderte das I-Tüpfelchen. Schon in den Vorkämpfen war klar, einfach wird das nicht. Die Bernauerin hat sich vehement gewehrt und das taktische Konzept bis Mitte des Kampfes super umgesetzt. Einen Armhebel im Bodenkampf konnte Franzi noch abwehren, aber aus der daraus folgenden Festhalte gab es kein Entrinnen mehr.
Auch wenn verloren, so konnte Franzi nicht nur jede Menge positive Eindrücke von ihrer ersten Bewährungsprobe im Team der Deutschen Polizeinationalmannschaft mitnehmen, sondern auch eine gläsern schillernde Silbermedaille.
Dieser Triumph wurde dann später, wo nicht anders zu erwarten, standesgemäß mit dem Trainer in der Nähe vom Arc de Triumph, auf der Champs-Elysees mit einem Bier feierlich begossen. Völlig frei und entspannt konnte Franzi tags darauf den Verlauf der Sonntagskämpfe folgen und sich auf die Abschlussgala am Abend freuen.
Weitere BilderDer Deutsche Vizemeister 2011 im Judo
kommt aus Bernau
von Detlef Pascher
Die diesjährigen Deutschen Einzelmeisterschaften Ü30 im Judo fanden am 16.4.2011 in Heilbronn statt. Es nahmen 402 Judoka aus allen Bundesländern teil. Zu diesem hochkarätigen Wettkampf der besten deutschen Judoka entsendete der Trainer Ralf Bannier 5 Sportler des PSV Bernau e.V.
Heiko Posselt bis 90kg, Ralf Krackowitz bis 81kg und Detlef Pascher bis 66kg kämpften sehr couragiert, mussten sich aber in der Vorrunde, zum Teil sehr knapp, geschlagen geben.
Die Klasse M5 bis 90 kg war mit Rainer Prüfig und Frank Kube durch den PSV Bernau gleich doppelt besetzt. Im ersten Pool kämpfte sich Rainer Prüfig bis ins Halbfinale vor. Erst der spätere Deutsche Meister konnte ihn mit einer kleinen Wertung (Yuko) stoppen und so den Fight kurz vor dem Ende für sich entscheiden. Den abschließenden Kampf um Platz 3 gewann Rainer Prüfig wiederum souverän vorzeitig mit Ippon gegen einen Kämpfer vom TSV Meßstetten durch einen O-Uchi-Gari (dt.:Große Innensichel).
Frank Kube, gestärkt durch sehr viele zusätzliche Trainingseinheiten beim Trainer Ralf Bannier und beim Cheftrainer Hartmut Ott, konnte auf seinem Weg ins Finale von keinem Gegner aufgehalten werden. Er siegte bei allen Kämpfen vorzeitig mit Ippon. Gegen seine Spezialtechniken, dem Harai-Goshi (Hüftwurf) und dem O-Uchi-Gari (Innensichel), fanden seine Herausforderer kein probates Mittel. Im Finale erkämpfte Frank Kube gegen einen Sportler vom SF Harteck ein Unentschieden. Auf Grund der etwas größeren Aktivität des bayerischen Kämpfers vom SF Harteck ging der Sieg knapp nach Bayern.
Der Deutsche Vizemeister Frank Kube und der Bronze-Medaillengewinner Rainer Prüfig haben sich somit wieder für die Weltmeisterschaften im Juni 2011 empfohlen, die wieder in Deutschland stattfinden werden.
Weitere BilderFranzi Pinske darf zur EM
von Hartmut Ott
Franziska Pinske war diese Woche in Leipzig beim Sichtungslehrgang für die Europäische Polizeimeisterschaft. Nun kam die gute Nachricht - sie kann in Paris starten.
Dabei war die Konkurrenz nicht ohne, denn auch ihre Finalgegnerin der letzten DM der Landesverbände, die sie dort erstmals besiegt hat, war dabei. Die Trainer haben sich nach einer sehr anstrengenden Woche nun für Pinske entschieden.
Darüber ist sie, natürlich auch Trainer Hartmut Ott und der PSV Bernau, sehr glücklich. Bei Martin Setz war es im letzten Jahr im Lehrgang für die EM der U17 auch ganz eng. Er stand als Deutscher Meister kurz davor, stattdessen wurde der siebte der DM nominiert.
Nun hat der PSV eine Kämpferin auf internationaler Tatami.
Franziska Pinske
siegt
bei den Deutschen Meisterschaften der Landesverbände
von Hartmut Ott
Bei den Deutschen Einzelmeisterschaften der Landesverbände am 16.und 17.10.2010 kam es zum Aufeinandertreffen der Landesmeister und Vizelandesmeister. Im Hessischen Neuhof fighteten an zwei Tagen die besten zwei Judoka der jeweiligen Bundesländer um den Titel Deutscher Meister der Landesverbände.
Zu diesem Judo-Event qualifizierte sich auch Franziska Pinske vom PSV-Bernau, die vor zwei Wochen in Bad Belzig mit dem Landesmeistertitel den Sprung zu den Meisterschaften erkämpfte.
In der Gewichtsklasse bis 48 kg mit 20 Teilnehmerinnen, wollte die Barnimerin den Sprung aufs Treppchen schaffen. Die Meldeliste
war Beleg dafür dass es schwer werden wird, denn mit dabei sind auch die vor ihr Platzierten der Deutschen Rangliste.
Im ersten Kampf gegen Laura Böhm aus Bayern traf Franzi auf eine Gegnerin gegen die sie sich beim letzten Ranglistenturnier
noch schwer tat.
Gleich von Beginn an war zu sehen wer den Kampf unbedingt gewinnen will und das war nach 2:21 min. Franzi mit einem schönen O-Uchi-Gari (Innenschenkelwurf) vorzeitig.
Noch schneller beendete sie den zweiten Kampf gegen Anja Kreuer aus dem Rheinland. In knapp einer Minute gelangen ihr, mit einem Fußfeger und Gegendrehtechnik zwei Aktionen die den einseitigen Kampf beendeten.
Valentina Schick aus Niedersachsen war nicht nur aus den vorher gehenden Kämpfen gewarnt und eingestellt, sondern auch durch die Bundesligabegegnungen und den anderen Ranglistenturnieren. Aber nicht gut genug. Von ihrem Trainer Hartmut Ott gut vorbereitet und stark geredet zeigte das Fliegengewicht aus Bernau wer ins Finale will. Nach anfänglichen taktieren nutzte Franzi, einen schlecht angesetzten Angriff ihrer Gegnerin mit einer ihrerseits übernehmenden Kontertechnik.
Nach drei Siegen stand Franzi im Halbfinale gegen Heike Gewehr aus Bayern. Hier stand eine Gegnerin mit der Trainer Ott, als auch einige andere nicht rechneten. Dass sie da zu recht stand bewies sie am Anfang des Halbfinales eindrucksvoll, zum Leidwesen des Bernauer Trainer und seines Nervenkostüms. Franzi, bis in die Haarspitzen motiviert und das Finale anvisiert startete wie die Feuerwehr. Gleich mit dem ersten Wurfansatz wollte sie ihre Gegnerin auf die Matte befördern. Dieser Angriff war aber nicht richtig vorbereitet und brachte Franzi im anschließenden Bodenkampf in arge Bedrängnis. Plötzlich war Franzi in eine sicher und aussichtslosen Festhalte geraten. Aber sie kämpfte wie ein Löwe und nahm auch die Hinweise ihres Trainers von außen auf, so gelang es ihr nach wenigen Sekunden sich aus der Halte zu befreien. Vorgewarnt keine halben Aktionen zu starten kämpfte Franzi konzentriert bis Minute 1:12, da war es die Bernauerin die mit einem krachenden Innenschenkelwurf den Arm vom Kampfrichter zum Ippon (voller Punkt) hoch schnellen ließ.
Finale, Finale und Silber sicher.
Die Finalkämpfe der Gewichtsklassen wurden in würdiger Form an das Ende der Veranstaltung gelegt. Mit Jessica Lindner aus dem Saarland
wartete im Finale eine Kämpferin die sehr unbequem zu kämpfen ist und bisher nicht gewonnen werden konnte.
Im Finale wendete sich aber das Blatt, denn schnell gelang Franzi mit einem fulminanten Fußfeger eine große Wertung (Wazari).
Glaubens des sicheren Sieges gab sie im Verlaufe des Kampfes ebenfalls eine Wazariwertung ab und auch kurz das Zepter aus der
Hand.
Mit der Wertung gegen sich rappelte sich Franzi gleich wieder auf und legte ihrerseits mit einer kleinen Wertung durch einen Goshi(Hüftwurf) nach.
Der Finalkampf, der über die volle Kampfzeit von 5 Minuten ging, war nichts für schwache Nerven, aber mit Happy End für Franzi und Trainer.
Erschöpft und gerührt, verlies sie unter Tränen nach 5 siegreichen Kämpfen die Tatami in Neuhof.
Ergebnisse (48 kg)
1. Franziska Pinske, PSV Bernau - BB
2. Jessica Lindner, ATV Dudweiler - SA
3. Claudia Ringwald , JSV Kippenheimweiler - BA
3. Julia Rotthoff, JF Siegen-Lindenberg - NW
5. Heike Gewehr, TSV Neutraubling - BY
5. Lisanne Sturm, JC Wiesbaden - HE
7. Katharina Menz, TSG Backnang - WÜ
7. Laura Böhm, Post SV Bamberg - BY
Meisterehrung
Vereinsnachrichten des PSV-Bernau e.V.
Am 27.05.2010 hat der Vorstand, im Namen der Vorsitzenden Birgit Sander, den Deutschen Meister 2010 Martin Setz und seine Eltern zu einem kleinen Empfang eingeladen.
Zugegen waren, Mitglieder des Vorstandes, Sponsoren, Trainer und Weggefährten der Trainingsgruppe von Martin.
Für eine besondere Ehrung wurde auch für ein besonderes Flair gesorgt. So fand sich Martin beim betreten des Raumes mehrfach im Raum auf großen Bildern wieder. Nicht nur Bilder des Deutschen Meisters, sondern auch der weite mühsame Weg von den Landesmeisterschaften, Nordostdeutschen Meisterschaften bis hin zu den Deutschen Meisterschaften auf dem Nürburgring wurde übergroß an den Wänden dokumentiert.
Die Vorsitzende des Vereins, Birgit Sander, würdigte diese phantastische Leistung mit dankenden Worten und überreichte am Ende der Rede dem Deutschen Meister einen neuen Judoanzug.
Darauf folgte eine Laudatio vom Trainer, der nicht nur den Verlauf der Deutschen Meisterschaft schilderte, sondern auch auf Martin seine sportliche Laufbahn einging. Er bedankte sich für das Vertrauen der Sportler und derer Engagement im Training und im Wettkampf, stellvertretend für alle bei Martin Setz, Franziska Pinske und Michel Daue.
Die Eltern Karen und Stefan Setz ließen es sich ebenfalls nicht nehmen und bedankten sich beim Verein und den verantwortlichen Trainern für die gute Arbeit im Verein.
Was folgte waren viele interessante Gespräche zum Titelgewinn, bei einem Glas Sekt und belegten Brötchen. Für die teilnehmenden Sportler natürlich alles unter Aufsicht des Trainer, den im Anschluss der Feier folgte immerhin das gewohnte Training.
Deutsche Einzelmeisterschaft
am 27.-28.02.2010
in der Nürburgring Arena
von Hartmut Ott
Gewichtsklasse: -55 kg:
1. Martin Setz, PSV Bernau / BB
2. Rouven Lemke, Polizei SV Berlin / BE
3. Robin Coßmann, JC Vulkaneifel / RL
3. Lukas Przemeck, TSV Bemerode / NS
5. Fabian Schmitz, 1. JC Mönchengladbach / NW
5. Narek Nersisjan, Asia Sport Neubrandenburg / MV
7. Tobias Madl, TSV Großhadern / BY
7. Kai Leberger, JC Rüsselsheim / HE
Martin Setz schafft den JUDO Hattrick
Nach dem Gewinn des Landes, den Nordostdeutschen Meistertitel setzte Martin, mit dem Gewinn des Deutschen Meisters sich die Krone auf.
Im über 700km entfernten Nürburg fand am 28.02.2010, in der imposanten Nürburgring Arena die Deutsche Judomeisterschaft der Altersklasse U17 statt.
Begleitet wurde der Bernauer Judoka vom Trainer Hartmut Ott und Franziska Pinske. Beide waren, wie auch seine Eltern, bei den voran gegangenen Wettkämpfen stets an seiner Seite.
Am zweiten Wettkampftag musste Martin, nach dem Erklingen der Deutschen Nationalhymne, im Feld den besten deutschen Judoka der jeweiligen Bundesländer gleich in seiner Gewichtsklasse bis 55 kg den Anfang machen.
Bis in die Haarspitzen motiviert und natürlich aufgeregt, zeigte Martin gleich im ersten Kampf gegen, Pietsch aus Sachsen, wer der Chef auf der Matte ist. Wie auch in darauffolgenden Kämpfen setzte er seine Gegner von Anfang an vehement unter Druck. Sein Gegner kam nicht zum Zuge und wurde für sein defensives Kampfverhalten zweimal bestraft, zugleich bekam Martin für seine Wurftechniken kleinere Wertungen, die den Kampf nach 4 Minuten beendeten. Auch Johannes Wieser aus Niedersachen fand im zweiten Kampf kein Mittel um den Bernauer zu besiegen. Es folgte mit Izsak aus Baden der erste dicke Brocken, denn im Jahr zuvor wurde er Deutscher Meister in der leichteren Gewichtsklasse davor! Aber auch hier ließ sich Martin im Siegeszug nicht aufhalten und es gelang ihm mit seiner Spezialtechnik, dem Schulterwurf, den Kampf zu gewinnen.
Es folgte in der Nürburgarena eine Unwetterwarnung die für Aufregung in der Eifel sorgte und das Halbfinale, was ein großes Spektakel wurde. Der Kampf gegen den Südwestdeutschen Meister, Robin Coßmann aus dem Rheinland wurde der erwartete schwere Fight. Denn es ging nicht nur, gegen einen Linkskämpfer, was für einen Rechtskämpfer immer sehr unangenehm ist, sondern auch gegen ein frenetisches Rheinländer Publikum.
Aber dieses verstummte gleich zu Beginn des Kampfes als Martin seine erste Wettkampftechnik erfolgreich mit einer kleiner Wertung durchbrachte. Die Strategie des Kampfes wurde vor dem Kampf, mit Trainer und Kämpfer besprochen, wie auch das zuvor erwähnte Publikum.
Martin zog die vom Trainer Ott vorgegebene Taktik konsequent durch und kam auch mit einer gegen ihn vollzogenen Strafe gut klar. Er lag klar in Front und auch die aufgebrachten Eifelgeister konnten keine Wendung des Kampfes mehr herbei führen. Nach dem Sieg war das herbei gesehnte Finale erreicht.
Es kullernden dann einige und nicht nur bei den Eltern, verständliche Freudentränen.
Bei seinen ersten Deutschen Meisterschaften gleich ins Finale, wer hätte das für möglich gehalten. Sein Trainer wusste, dass er es kann und das Potential hat, wie auch einige andere Judoka vom PSV-Bernau.
Nur an einem so besonderen Tag muss eben alles passen.
Und es passte.
Das Finale war auch das Finale der Nordostdeutschen Meisterschaft. Es kam zum erneuten aufeinandertreffen gegen den Berliner Rouven Lemke, der auf der Sportschule Frankfurt/O trainiert.
Auch im Finale hat Martin von Anfang an das Zepter übernommen. Er legte wieder mit zwei Techniken seinen Gegner auf die Tatami. Diese Wertungen und noch eine darauffolgende beendeten den Finalkampf nach vier spannenden Minuten.
Freudestrahlend und überglücklich lagen sich Sportler und Trainer in den Armen, ehe nach dem lange Gang aus der Arena auch Franzi, Mama und Papa Setz den Deutschen Meister mit feuchten Augen umarmen durften.
Für den Trainer und dem Verein war es ein historischer Tag gewesen, war es für beide der erste Deutsche Meistertitel und für Trainer Hartmut Ott das schönste Geschenk zum 30-jährigen Trainerjubiläum.
